Nachbericht: Erster Spiekerooger Tattoo-Treff
Es sind oft nicht die großen spektakulären Ereignisse, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, sondern ganz im Gegenteil die kleinen, feinen Besonderheiten.
Zum ersten Mal fand auf der grünen Nordseeinsel der Spiekerooger Tattoo Treff statt. Und zur Premierenveranstaltung hatte das Künstlerhaus ein hochkarätiges Aufgebot an erstklassigen Spitzentätowierern zu bieten.
Ab Freitagnachmittag saßen die Künstler der Hautcouture mit Nadel und Latexhandschuhen bereit, um die zahlreichen Besucher zu versorgen. Es summte und surrte und die Nadeln standen nicht still. Doch trotz des Andrangs hatten die Tätowierer und Besucher dennoch Zeit sich auszutauschen, so dass sich zahlreiche Begegnungen ergaben, die von einer auffallend entspannten Offenheit und Freundlichkeit geprägt waren. Ein wichtiges Ziel der Convention und großer Pluspunkt des Events.
Allerdings ging es nicht einzig darum, Raum für Begegnungen zu schaffen, sondern auch, darum den künstlerischen Anspruch des Tätowierens zu vermitteln. Die Ausstellungen „Das ewige Vorbild“ der Oberhausener „Lionheart Gallery“ sowie „Anker, Kreuz und flammend Herz“ von Sirma KekeÇ zeigte die Vielfältigkeit der Tätowierkunst. Ausgewählte Werke der Norman`s Tattoo & Art Gallery offenbarten eine ganz persönliche Seite des Tätowierers. Im Obergeschoss fanden die „Insel Originale“ großen Anklang – schwarzweiß Fotografien, auf denen Jörg Schoppen tätowierte Inselbewohner in ein ganz besonderes Licht gerückt hatte.
Dass das Konzept aufgegangen ist, spiegelte sich deutlich wider in den Gesichtern der Besucher und Künstler. Interessiert und neugierig schlenderten sie mit ihren teils frischen Tattoos durch die Ausstellungen, plauderten, stärkten sich für den nächsten Tattootermin oder ließen sich einfach vom Geschehen treiben.
Für die besondere musikalische Note am Abend sorgte die Sängerin Sabrina Ascacibar mit ihrer Band und ihrer eigensinnigen maritimen Revue, in der eine chinesische Geliebte auf ihren Kapitän am Hafen von Shanghai wartet und ein Matrose die Frau sucht, deren Namen auf seine Brust tätowiert ist. Am Samstag brachte die Rockabilly Band „Smashing Piccadillys“ das Künstlerhaus zum Feiern.
Alles in allem ein gelungenes Wochenende, das -so die einhellige Meinung- einer Wiederholung bedarf.
Teilnehmer waren:
Norman's Tattoo & Art Gallery (Wesel)
Igor Manojlovic (Oberhausen)
Zsolt Machat – The Artistocrat (Hamburg)
Fabio Moro (Genua)
Igor Manojlovic (Oberhausen)
Zsolt Machat – The Artistocrat (Hamburg)
Fabio Moro (Genua)
Stefan Holst - Little Harbour Tattoo (Leer)
Mario - Corpus del Ars (Achim bei Bremen)
Frank Kassebaum – The Spirirt of Art (Bremen)
Mel & Tara - Schattenwerk (Lörrach)
Thorbens Painworks (Clausthal-Zellerfeld)
Fide - für immer tattoo (Berlin)
Flo - Amboss Tattoo (Oberhausen)
Tschiggy - bubblegumart (Hamburg)
Ratz (Lindau)
Heiko Gantenberg - Top Notch Tattooing (Marl)
Mario - Corpus del Ars (Achim bei Bremen)
Frank Kassebaum – The Spirirt of Art (Bremen)
Mel & Tara - Schattenwerk (Lörrach)
Thorbens Painworks (Clausthal-Zellerfeld)
Fide - für immer tattoo (Berlin)
Flo - Amboss Tattoo (Oberhausen)
Tschiggy - bubblegumart (Hamburg)
Ratz (Lindau)
Heiko Gantenberg - Top Notch Tattooing (Marl)
Bilder vom tattoo-Treff: | ||
Flo von Amboss Tattoo beim ersten Werk des Tages | ||
Für alle, die auf den Geschmack gekommen sind… | ||
… gab es bei Arthur von Artistocutz (Köln) die passende Frisur gleich dazu | ||
Tschiggy von Bubblegumart bei der Arbeit | ||
Fabio Moro tüftelt an seiner Flashzeichnung | ||








